Mit der richtigen Ernährung die richtigen Bakterien

Bauch und Psyche lassen sich nicht trennen. Fällt eine Entscheidung schwer, hören wir auf unser Bauchgefühl.

Gesunde Verdauung - Teil 2 1

 

Melancholische Mikroben

In falscher Mischung können Darmkeime der Seele schaden. Psychiater wollen mit dem Wissen Bakterien für Therapien nutzen: gegen schwere Depressionen oder Panikattacken.

Bauch und Psyche lassen sich nicht trennen. Fällt eine Entscheidung schwer, hören wir auf unser Bauchgefühl. Sind wir verliebt, ist ein flaues Kribbeln in der Magengegend zu spüren. Stress verursacht Bauchweh. Und Traurigkeit schlägt auf den Appetit. Kopf und Bauch verständigen sich, keine Frage. Ein wichtiger Weg der Kommunikation: die Mikroorganismen im Darm. Das zeigt sich immer deutlicher.

Darmbakterien wirken aller Wahrscheinlichkeit auf unsere Psyche. “Es dürfte keine Hirnfunktion geben, die nicht von den Bakterien unseres Darms beeinflusst wird”, sagt der Hirnforscher John Cryan vom University College Cork. Warum mancher Mensch melancholisch und ein anderer extrovertiert ist, könnte in einer unterschiedlichen Zusammensetzung der Darmflora begründet liegen. Die Bakterien könnten sogar Mitverursacher schwerer psychischer Erkrankungen sein. Werden Psychiater, Psychologen und Mikrobiologen also künftig gemeinsam Depressionen, Panikattacken und vielleicht sogar Schizophrenie behandeln?

Einen der ersten Hinweise auf die Darm-Kopf-Kommunikation lieferte Wissenschaftlern schon vor Jahren das Reizdarmsyndrom. Mehr als jeder zehnte Mensch weltweit hat es (Clinical Epidemiology: Canavan et al, 2014): Die Betroffenen klagen über Durchfälle oder Verstopfungen, Blähungen und quälende Bauchschmerzen. Beim Reizdarm sind bestimmte Mikroben häufiger, andere seltener als bei gesunden Menschen (World Journal of Gastroenterology: Distrutti et al, 2016). Gleichzeitig entwickeln viele Reizdarm-Patienten krankhafte Angstzustände, großen Stress oder Depressionen. Darm, Mikroben und Psyche hängen zusammen – das hat das Krankheitsbild den Medizinern ganz deutlich gezeigt.

“Eine besonders wichtige Rolle spielt dabei der Vagus-Nerv”, erklärt John Cryan. Er führt vom Schädel zum Bauch und verzweigt sich dabei in unzählige Äste, mit deren Hilfe der Körper beispielsweise kontrolliert, wie viel Speichel fließt, wie schnell das Herz schlägt und wie aktiv der Darm verdaut. Der Nerv trägt aber auch Informationen zum Gehirn, meldet etwa “Ich bin satt, es geht mir gut” oder “Das Herz schlägt ruhig, ich bin entspannt”. Damit schafft er eine direkte Verbindung zwischen Darm und Psyche, wie auch Tierexperimente beweisen: Labormäusen, deren Vagus-Nerv man in einer Operation durchtrennt, sind anschließend weniger ängstlich.

Der Nerv werde von verschiedenen Substanzen angeregt, sagt Emeran Mayer, Gastroenterologe und Hirnforscher an der University of California, Los Angeles: “Einerseits von Stoffwechselprodukten, die die Darmbakterien herstellen, andererseits von Botenstoffen der Immun- und Hormonzellen im Darm.” Wie viele dieser Botenstoffe die Immunzellen freisetzen, hängt wiederum von der Darmflora ab (Lesen Sie hierzu auch: Lieber Keimschleuder als Allergiker!). Zusätzlich würden die Mikroben Hunderttausende Stoffwechselprodukte herstellen, die ins Blut gelangen, sagt Mayer. “Von dort wandern manche ins Gehirn, wo sie wie Hormone wirken.”

Darmbakterien stellen Stoffe her, die im Gehirn wie Hormone wirken

Doch nicht nur das: Die Darmmikroben wirken sich auch auf die Form des Hirns aus. Erst vor wenigen Wochen haben Mediziner der University of Pennsylvania im Fachblatt Nature gezeigt, dass die Stoffwechselprodukte bestimmter Keime Mitursache für seltene, gefährliche Gefäßknäuel im Gehirn sind (Tang et al, 2017). Ebenso regulieren die Mikroben die Produktion von hormonartigen Molekülen mit, die für die Entwicklung des Gehirns wichtig sind (Neurochemical Research: Maqsood et al, 2016). Bei Patienten mit Reizdarmsyndrom prüften Forscher aus Mayers Labor, wie genau sich das Vorkommen verschiedener Bakterienarten auswirkt. Sie fanden heraus, dass die Hirnareale, in denen Gefühlsreize verarbeitet werden, bei den Menschen größer waren, die mehr Firmicuten-assoziierte Clostridien und weniger Bacteroidia im Darm hatten.

In der Folge spiegle der Darm wie Gesichtszüge jede im Gehirn entstehende Emotion wieder, schreibt der Medizinprofessor Mayer in seinem Buch Das zweite Gehirn. Bei großem Stress zum Beispiel sorgen Nervensignale dafür, dass sich der Magen langsamer und der Darm schneller leert. “Und das hat großen Einfluss darauf, welche Bakterien sich dort ansiedeln”, sagt Mayer. Ein ewiges Hin und Her gewissermaßen, das schwere Folgen haben kann.

“Inzwischen sind wir uns sehr sicher, dass die Darmmikroben einen Anteil an der Entstehung von Depression und Angststörungen haben”, sagt John Cryan. Zusätzlich gäbe es Hinweise, dass auch bei Parkinson, Alzheimer-Demenz, Autismus und Schizophrenie das Mikrobiom spezifisch verändert ist. Bei Depressiven beispielsweise scheinen sich zu viele Bakterien der Gattung Bacteroides und zu wenige der Lachnospiraceae-Familie im Darm zu tummeln (Neurogastroenterology and Motility: Naseribafrouei et al, 2014). Autistische Kinder wiederum haben weniger Bakterien der Prevotella-Familie und weniger Koprokokken im Darm (PlosOne: Kang, 2013).

Cryan arbeitet eng mit dem Psychiatrie-Professor Ted Dinan zusammen, der eine Sprechstunde für Depressive anbietet, denen herkömmliche Therapien nicht helfen – doch was ist mit den Keimen? “Wir können versuchen, die Mikroben zu benutzen, um ungünstige Veränderungen rückgängig zu machen oder psychische Erkrankungen zu behandeln”, sagt Cryan. Drei Therapieformen sind denkbar: Man könnte beispielsweise die fehlenden Darmbakterien aus dem Stuhlgang gesunder Menschen herausfiltern und dann den Patienten bei einer Magenspiegelung einsetzten. Das Verfahren wird auch Stuhltransplantation genannt. Andererseits ist es denkbar, den Patienten Probiotika zu verabreichen, lebende Bakterien wie Milchsäure-Bazillen also. Oder man gibt ihnen unverdauliche Stoffe, die das Wachstum gewisser Bakterienarten anregen.

“Emotionen beim Menschen sind komplizierter als bei Labormäusen”
In Versuchen mit Labormäusen klappt das schon ganz gut. Verpflanzt man verzagten und ängstlichen Tieren die Darmbakterien von mutigeren Genossen, werden die Mäuse furchtloser (Gastroenterology: Bercik et al, 2011). Mit Menschen laufen derzeit erste Studien. Mediziner in Mayers Forschergruppe etwa konnten zeigen, dass Joghurtessen die Emotionsverarbeitung verändert (Gastroenterology: Tillisch et al, 2013). Und französische Pharmakologen nahmen ihren Probanden ein wenig Angst, indem sie diesen einen Monat lang täglich ein Probiotikum mit Laktobazillen und Bifidobakterien gaben (British Journal of Nutrition: Messaouidi, 2011). Weitere kleine Untersuchungen zeigten sogar einen positiven Einfluss von Probiotika auf das Gemüt (Annals of General Psychiatry: Wallace et al, 2017).

Nun gilt es, das Wissen mit umfassenden Studien an Menschen auszubauen, bei denen Psychiater eine Depression oder andere psychische Erkrankung diagnostiziert haben. Tatsächlich werden diese gerade in verschiedenen Forschergruppen vorbereitet.

Depressive könnten bald ein Darmmikroben-Screening bekommen
In Zukunft, so stellt es sich Mayer vor, könnten dann zum Beispiel Patienten mit Depression eine Untersuchung des Darmmikrobioms bekommen: Welche Bakterien enthält es? Welche fehlen? Mit Stoffen, die das Wachstum ganz bestimmter Bakterienarten fördern und so das Gleichgewicht wieder herstellen, könnte man dann jeden Patienten individuell behandeln. “Erst dann werden wir sehen, wie stark der Einfluss des Mikrobioms auf psychische Erkrankungen wirklich ist”, sagt Mayer.

Bis es so weit ist, empfiehlt der Arzt seinen Patienten eine gesunde Ernährung. Die Mittelmeer-Diät zum Beispiel – viel Fisch, der Omega-3-Fettsäuren enthält, Olivenöl und Vollkorn – verbessert nachweislich die Stimmung Depressiver (BMC Medicine: Jacka et al, 2017). Auch wenn es nicht explizit untersucht wurde, sind die Mikrobiom-Forscher sich sicher: Die Darmkeime haben dazu das entscheidende Signal geliefert. 

Lieber Keimschleuder als Allergiker

Zu steril ist ungesund: Wie wir leben, schadet der Mikrobenvielfalt im Körper. Das verwirrt das Immunsystem. Warum wir die Keime auch mal in Ruhe lassen sollten.

Eigentlich waren sich die Ärzte einig: Der Magenkeim Helicobacter pylori gehört ausgerottet – mit einer hochdosierten Antibiotikakur. Denn wer das stäbchenförmige Bakterium in seinem Magen trägt, bekommt häufiger Geschwüre und Magenkrebs. Ende der 1980er Jahre begann der Kampf gegen die Mikrobe. Doch nur wenige Jahre später meldete sich Martin Blaser, heute Direktor des Human Microbiome Program der New York University. Der Bakterienforscher hatte seine Zweifel: “Helicobacter lebt seit Tausenden Jahren in unserem Magen. Er sollte nicht einfach so verschwinden. Das kann nicht gut sein.”

Blaser fing an, all den Mikroben, die wir auf und in uns tragen, nachzugehen. Wie viele unserer kleinen Mitbewohner haben wir bereits verloren? Und was bedeutet das für unsere Gesundheit? Trägt der Verlust der Bakterienbesiedlung, des Mikrobioms, gar Mitschuld daran, dass Krankheiten wie Heuschnupfen, Reizdarmsyndrom, Neurodermitis und Fettleibigkeit zunehmen (Journal of Allergy and Clinical Immunology: Platt-Mills, 2015)? Der Mikrobiologe Blaser ist sich sicher, dass das Fall ist.

Inzwischen hat jeder zwanzigste Deutsche eine Lebensmittelallergie, jeder sechste Heuschnupfen (Robert Koch-Institut, 2013) und jeder zweite bringt zu viele Kilos auf die Waage. Aber warum sollten weniger Mikroben im Darm, auf der Haut und in der Lunge hinter diesen Erkrankungen stecken? “Bakterien trainieren unser Immunsystem”, erklärt der Biotechnologe Till Strowig vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung. “Es gibt Bakterien, die eine Entzündung fördern und solche, die sie hemmen.” Sie tun das, indem sie dem Immunsystem mit Botenstoffen Signale geben und so mit ihm kommunizieren – im Guten wie im Schlechten.

Während das Immunsystem auf gefährliche Eindringlinge mit aller Härte reagieren soll, muss es aber auch lernen Ungefährliches nicht zu bekämpfen. Es muss immuntolerant werden. Das gilt für den Darm genauso wie für den Rest des Körpers. “Am Ende geht es immer um die richtige Balance”, sagt Strowig. Wenn sich das Mikrobiom verändert, kann auch das Immunsystem aus dem Gleichgewicht geraten und wie wild auf harmlose Inhalte in unserem Essen, Pollen oder sogar eigene Körperzellen losgehen. Die Folge: allergisches Asthma oder Neurodermitis.

Martin Blaser spricht inzwischen vom “schwindenden Mikrobiom”. Zwar nimmt die absolute Zahl der Mikroben, die auf uns wuchern nicht ab. Aber seit gut 100 Jahren leidet ihre Vielfalt. Die Bakterienarten, die unsere Haut- und Darmflora dominieren, haben drastisch abgenommen. Aus dem bunten Haufen wurde ein grauer Einheitsbrei. Blaser erklärt, wie es dazu kam: “Alles fing mit sauberem Trinkwasser an. Das hat Millionen von Leben gerettet, aber auch dazu geführt, dass wir nicht mehr die Fäkalien anderer trinken und mit weniger Keimen in Berührung kommen.”

Das 20. Jahrhundert hat uns steril gemacht

Hygiene und moderne Medizin setzten der Artenvielfalt auf dem Menschen vor allem während des 20. Jahrhunderts ordentlich zu. Immer häufiger kamen Babys per Kaiserschnitt zur Welt und nahmen so keinen Anstrich der Vaginalflora der Mutter mit. Und Mütter stillten weniger. Auch das verändert das Mikrobiom, denn die Muttermilch enthält Zuckerketten, die nur von bestimmten Bakterien verdaut werden können. Wenn nicht gestillt wird, leiden die Bakterien und die Darmflora.

Auch schrumpften in den vergangenen Jahrzehnten Familien und der Waschzwang nahm zu: Mikroben hatten also schlechtere Chancen von einem Kind auf das nächste zu springen. Und schließlich entdeckte die Landwirtschaft, dass niedrige Dosen von Antibiotika beim Mästen von Tieren helfen. Auch das ließ die Mikrobenvielfalt verkümmern.

Wie stark der Artenschwund ist, lässt sich ziemlich genau bemessen. Das moderne westliche Mikrobiom ist nur noch halb so vielfältig wie das unserer ältesten Vorfahren. Das beschreiben Wissenschaftler um Martin Blasers Frau, Gloria Dominguez-Bello (Science Advances: Clemente, Dominguez-Bello et al., 2015). Sie stießen dafür tief in das Amazonas-Gebiet vor. Die Yanomami-Indianer dort leben so weit von der Zivilisation entfernt, wie es auf diesem Planeten überhaupt noch möglich ist. Kaiserschnitte, Antibiotika und Trinkwasseraufbereitung kennen sie nicht. Ihr Mikrobiom dürfte deshalb besonders ursprünglich sein, also noch dem unserer Vorfahren ähneln. Dominguez-Bello wertete mit ihren Kollegen Stuhlproben sowie Haut- und Mundabstriche der Indianer aus und verglich das Mikrobiom der Yanomami mit dem durchschnittlicher US-Amerikaner. Ihr Ergebnis: Auf der Haut und im Darm eines Yanomami tummelt es sich deutlich bunter.

Noch wissen Mediziner nicht genau, wie anfällig uns das schwindende Mikrobiom für allergische Erkrankungen macht. Aber Lebensumstände, Mikrobiom und ein Immunsystem, das ausrastet, hängen offenbar untrennbar zusammen. Das ist mittlerweile gut belegt: Kinder, die zu Hause entbunden werden – ohne Kaiserschnitt – leiden seltener an Asthma, Neurodermitis (Journal of Allergy and Clinical Immunology: Nimwegen et al., 2011) und Nahrungsmittelallergien (Pediatric Allergy and Immunology: Koplin et al., 2008). Nachwuchs hingegen, der im ersten Lebensjahr häufiger Antibiotika bekommen hat, neigt später im Leben eher dazu Asthma zu bekommen (Clinical and Experimental Allergy: Droste et al, 2000). Das schwindende Mikrobiom könnte auch erklären, was der Hygiene-Hypothese nicht so recht gelang. Nämlich, wieso Kinder, die auf dem Land im Schmutz eines Kuhstalls groß werden und Rohmilch trinken, seltener Allergien entwickeln (Lancet: Riedler et al., 2001).

Es könnte aber auch erklären, warum Kinder, die in jungen Jahren Antibiotika nehmen, später häufiger Morbus Crohn bekommen (American Journal of Epidemiology: Virta et al, 2012). “Wir sind inzwischen sehr sicher, dass das Mikrobiom die treibende Kraft hinter den entzündlichen Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa ist”, sagt Jan Wehkamp, Professor für Innere Medizin am Uniklinikum Tübingen. “Bei diesen Krankheiten ist die Schleimhautbarriere angegriffen. Wahrscheinlich, weil das Mikrobiom verändert ist.” Auf der Darmschleimhaut sitzt eine dicke Schicht, die ständig körpereigene Antibiotika bekommt. Eigentlich schaffen es Bakterien deshalb gar nicht erst in den Schleim hinein. In Menschen mit Morbus Crohn ist das anders. Hier dringen Mikroben dringen zu weit vor. Immunzellen im Darm greifen sie deshalb an, obwohl der Körper ansonsten friedlich mit ihnen zusammenleben würde. Blutige Durchfälle, Fieber, heftiger Bauchschmerz und ein erhöhtes Risiko an Darmkrebs zu erkranken sind die Folgen.

Bakterien aus der Tube helfen gegen Entzündungen
Neben Mitteln, die das Immunsystem bremsen, setzen Mediziner deshalb schon länger auf das Darmmikrobiom, um die Colitis Ulcerosa zu therapieren. Mit Probiotika, also Tabletten, die lebensfähige Mikroorganismen enthalten, können Krankheitsschübe verhindert werden. Sie sollen die Darmflora anreichern und wieder ins Gleichgewicht bringen. Das könnte in Zukunft auch Menschen mit Neurodermitis helfen. Erkrankte haben meist juckende und schuppende Stellen in den Knie- und Ellenbeugen und an den Handgelenken. Wahrscheinlich ist auch hier die Barrierefunktion der Haut gestört. Bestimmte Bakterien, wie etwa Staphylococcus aureus, vermehren sich und lösen eine Entzündung aus.
Mediziner haben deshalb Bakterien gezüchtet, die auf der Haut von gesunden Menschen leben und von denen man weiß, dass sie die Staphylokokken bekämpfen. Streichen Ärzte diese Keime auf juckende Hautstellen von Neurodermitis-Patienten, verdrängen sie die Staphylokokken (Science Translational Medicine: Nakatsuji et al., 2017). Klinische Studien sollen jetzt zeigen, ob diese Bakterienkur zur Therapie werden kann.

Ballaststoffreiches Essen erhöht die Vielfalt

Sind Probiotika also die Lösung gegen die Lücken im verarmenden Mikrobiom? Nicht nur. “Wir müssen den Schaden am Mikrobiom stoppen”, sagt der Mikrobiologe Martin Blaser. Es sollten erst gar keine Lücken entstehen. “Das heißt: weniger Kaiserschnitte, weniger und nur noch bestimmte Antibiotika, vor allem in der Landwirtschaft und bei kleinen Kindern, mehr Stillen.” Auch die Ernährung kann eine wichtige Rolle spielen. Vergangenes Jahr riefen Wissenschaftler der Uni Alberta in Kanada dazu auf, endlich wieder ballaststoffreicher zu essen (Trends in Endocrinology & Metabolism: Deehan & Walter, 2016). Denn das erhöht die Vielfalt unserer Darmmikroben.

Auch über den Magenkeim Helicobacter, Blasers Spezialgebiet, wissen wir inzwischen mehr: Sein Verschwinden mag Magenkrebs verhindern. Es führt aber gleichfalls dazu, dass weltweit Speiseröhrenkrebs häufiger wird und Menschen häufiger an Asthma erkranken. Nicht immer ist es also gut für den Menschen, wenn man die Verbindungen, die er über Jahrtausende mit Mikroben eingegangen ist, einfach kappt. Wir sollten besser auf unsere Mikroben aufpassen.

 

https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2017-07/psychische-erkrankungen-keime-schaden-therapie?wt_zmc=sm.ext.zonaudev.mail.ref.zeitde.share.link.x

https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2017-07/immunsystem-keime-mikrobiom-gesundheit/seite-2

Bildquelle:
Vinicius Amano/​unsplash.com

 

w

Unverbindliche Voranfrage

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Ihnen bei Ihrem Wunsch eine Hypnose hilft, dann einfach kostenfrei nachfragen.

Freie Termine nutzen

Oft  gibt es monatelange Wartelisten - Termine für Hypnosen sind oft einfacher und schneller zu bekommen.

Das Prinzip der ersten Sitzung

Oftmals kann schon mit der ersten Sitzung ein Erfolg eintreten ohne monatelang auf Linderung zu warten. Einfach testen.

Flugangst und Höhenangst können das Leben stark einschränken oder eine nicht zu überwindende Belastung sein.

Ängste überwinden durch Hypnose

Man kann einem Menschen nichts lehren, man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken.

Galileo Gallilei

Es ist nicht genug zu wissen, man muss es auch anwenden. Es ist nicht genug zu wollen, man muss es auch tun.

Johann Wolfgang v. Goethe

Erste Fragen
Übersicht Hypnose

Was heisst Hypnose?

Hypnose ist die technik um einen Zustand zwischen Wachbewusstsein und Schlaf zu erreichen. Der kritische Faktor des Bewusstsein befindet sich dann einem eingeschränkten Zustand und das Unterbewusstsein wird leichter erreichbar. Es ist ein Zustand absoluter Konzentration auf eine bestimmte Idee oder  einen Gedanken.

Werden die Kosten für die Hypnose von der Krankenkasse übernommen?

Die Hypnosetherapie wird von den gesetzlichen Krankenkassen nur in Ausnahmefällen auf Antrag übernommen. Bei Privatkassen sind die Kostenübernahmeregelungen sehr unterschiedlich. Der Patient sollte sich vor Beginn unbedingt bei seiner Krankenkasse über die Möglichkeiten einer Kostenübernahme informieren.
Bei Sitzungen die von Ihnen in Anspruch genommen werden ist der entprechende Betrag sofort zu leisten. 

Ist Hypnose eine anerkannte Behandlungsmethode?

Hypnotherapie wurde durch den wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie (kurz WBP) im März 2006 als wissenschaftliche Behandlungsmethode in der Psychotherapie der Bundesrepublik Deutschland anerkannt.

Können Hypnosen für alles eingesetzt werden?

Das Einsatzspektrum ist viel größer als vermutet, da sich auch Hypnosetechniken immer weiter vebessern.

Hypnose kann vor allem sehr gut eingesetzt werden bevor ein gravierendes Krankkeitsbild entsteht.

Blockadelösungen oder Tiefenentspannungen sind einfacher als den eingetretenen Burnout zu behandeln. 

Gibt es auch Belege zur Wirksamkeit der Hypnose?

Wirksamkeitsbelege zu folgenden Störungen lagen nach einer Studie der Universität Tübingen vor: Phobien, Belastungsstörungen, Übergewicht, Schlafstörungen, Psychosomatik, Sexualstörungen, akuter und chronischer Schmerz, Tabakabusus, Enuresis. 

 

Mehr Infos zu den verschiedenen Themen mit Hypnose und professionelle Therapeuten finden Sie auch hier:

• Deutschen Gesellschaft für Hypnose und Hypnotherapie (DGH) 

• Hypnose-Verband Deutschland e.V. 

• Deutscher Verband für Hypnose e.V. 

Kontakt

Wenn Sie Kontaktaufnehmen möchten, dann füllen Sie das nachfolgende Formular aus.

(01577) 021 5234

Morbach, RLP

Essen (Ruhr), NRW

Schwerte, NRW

info@mila-hynose.de

63 / 100